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Imkerei Caminada

Reinhard Caminada, Casauma, 7146 Vattiz, Val Lumnezia, Schweiz

Reinhard Caminada
 Casauma 240
7146 Vattiz/GR
Val Lumnezia
 Schweiz

Tel. +41 (0)81 931 22 57

caminada@bee-online.ch

 

Seit 1982 Imkereibetrieb als Freizeitbeschäftigung

Seit 2007 keine Bienenzucht mehr

Anzahl Bienenvölker 26 Völker (Stand Oktober 2011)

Bienenrasse Buckfast

Anzahl Königinnen keine Zucht mehr

Verkauf Bienenhonig siehe Seite Bienenmarkt und Kontaktformular

Warum ich mit Buckfast-Bienen imkere


Vielerorts ist die Buckfast-Biene verpöhnt und überhaupt nicht gerne gesehen. Viele verleugnen aus Angst sogar deren Haltung. An

dieser Stelle möchte ich alle, welche die Buckfast-Biene besitzen, ermutigen, sich zu ihr zu bekennen.

Um einige Vorurteile aus der Welt zu schaffen:

Die Buckfast-Biene ist eine erbfeste Biene, d.h., dass sie, wenn sie mit Buckfast-Bienen gepaart wird auch immer wieder Buckfast-

Bienen hervorbringt.

Buckfast-Bienen "verseuchen" die Umwelt nicht, denn eine Reinzucht im eigentlichen Sinn gibt es in der Natur gar nicht. Biodiversi-

tät ist die Grundlage einer funktionierenden Ökologie. Die Übergänge der verschiedenen Bienenrassen geschehen auch nicht aprupt,

sondern geschehen oftmals über Kreuzungen.

Wenn jeder Rassezüchter auf entsprechenden Belegstellen mit entsprechendem Schutzradius seine Bienen bei Reinzuchten gezielt

anpaart, so bleibt auch die Rassenvielfalt gewahrt.

Fazit: Wer die Buckfast-Biene nicht kennt und negativ über sie redet, der sollte sie zunächst einmal kennen lernen, um sich ein diff-

erenziertes Urteil über sie bilden zu können. Bei dieser Biene handelt es sich um ein kleines "Wunder", geschaffen von Bruder Adam,

die durch Fruchtbarkeit, Sammeleifer, Krankheitsfestigkeit, Scharmträgheit, Sanftmut und Wabenstetigkeit überzeugt.

Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass kein negativer Einfluss der Buckfast-Biene auf die vorhandene Population zu sehen ist (die

Biene wird nur diverser). Ausserdem erfreute in unserem Gebiet die Landrasse nicht gerade durch Sanaftmut. Das veranlasste mich

Mitte der 90er Jahre die Buckfast einmal selber zu testen. Einher ging das ganze mit einer intensiven Lektüre der Bücher von Karl

Kehrle ("Bruder Adam"), um diese Biene genau kennenzulernen. Folgende Punkte überzeugten mich:

  • Perfekte Honigstapelung (nach oben)
  • Ideale Brutnestanlage (Brut, Pollen, Futter)                      
  • Sehr geringe Scharmneigung
  • Solide Volksstärke - gesunde Völker - wenig Arbeit
  • Hervorragende Überwinterung
  • Das Imkern mit der Buckfast-Biene erweist sich als einfacher

 

Ein Nachteil konnte ebenfalls festgestellt werden:

  • Etwas höherer Futterverbrauch im Winter (ca. 5 %)


 

Trotz des kleinen Nachteils überwiegen die Vorteile klar und die Buckfast-Biene weiss zu überzeugen. Räuberei habe ich in keinem

erhöhten Masse festgestellt und wenn, dann war ich meist selber schuld.

Verfliegen ist kein Problem, man bemerkt es halt mit Buckfast-Beinen, wenn man Carnica am Stand hat, weil man es plötzlich sieht.

Unter gleichfarbigen Bienen fällt es halt nicht auf! Kommentare von unvoreingenommenen Imkerfreunden bestätigen den keineswegs

negativen Einfluss der Buckfaspopulation auf die einheimische Population in unserem Tal.

Grundsätzlich kann man Buckfastbienen in allen Beuten und mit allen Betriebsweisen erfolgreich halten, welche dem Einzelvolk eine

uneingeschränkte Entwicklungsmöglichkeit, ohne allzu grosse Störungen, sicher stellen.

Jeder Imker hat sicherlich seine Vorlieben. Für mich ist in erster Linie die einfache und unkomplizierte Imkerei mit der Buckfast-Biene

ausschlaggebend. Aussagen über exorbitante Erträge, die nur mit der Buckfast möglich sind, muss mann immer differenziert betrachten.

Bei standorttreuer Imkerei ist der Ertrag zwar sicherlich höher, aber man wird nicht "vom Honig zugeschüttet". Wichtig erscheint mir

aber folgendes: man kann mit der Buckfast mehr Völker halten, da sie unkomplizierter ist und dadurch einen höheren Ertrag erwirt-

schaften. Bei Wanderimkerei ist die Buckfast absolut überragend.

Schliesslich will ich zum Schluss, um all den z.T. absolut falschen Aussagen von voreingenommenen Imkern entgegenzuweriken, noch

sagen: Nur wer die Buckfast hat, sollte über sie reden!

 

Meine Betriebsweise

Ich arbeite mit der Magazinbeute im Zander-Mass:

  • 3 Etagen mit je 10 Waben und Absperrgitter
  • Seit 1998 betreibe ich die Vollraumüberwinterung
  • Je nach Volksstärke sind das 1x10 bis 2x10 Waben
  • Das Winterfutter besteht aus etwa 7 bis 10 verdeckelten Honigwaben und 4 bis 5 Waben mit Pollen und offenem Honig
  • Beim Rest handelt es sich um Leerwaben, die sich im Zentrum der mittleren bis unteren Etagen befinden und auf denen sich die
           Wintertraube bildet